Lernt man mehr, wenn man dabei ein Tablet benutzt? Können die Tablets Hefte und Bücher ersetzen? Motiviert es Schülerinnen und Schüler, mit ihnen zu arbeiten?Tabletprojekt
Moderne Medienpädagogik muss sich diese Fragen stellen, wenn sie eine zukunftsorientierte Bildung Jugendlicher im Blick hat. Deshalb hat das Gymnasium am Rosenberg an einem Projekt teilgenommen, das es einer neunten Klasse ermöglichte, zwei Wochen lang den Unterricht mit Tablets zu erproben. Finanziert wurde das Projekt von der Kreissparkasse Oberndorf, die bereits seit Jahren eine Wirtschaftskooperation mit dem Gymnasium am Rosenberg pflegt. Beteiligt war auch der Schwarzwälder Bote, der den Gymnasiasten sein e-paper auf den Tablets zur Verfügung stellte. Für die Koordination an der Schule war Frau Pahlke verantwortlich, in Zusammenarbeit mit der Agentur ProMedia Wolff, die Lehrer und Schüler in den Umgang mit den Tablets einführte und Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellte.

Und wie lauten nun die Erfahrungen nach gut einer Woche Tablet-Unterricht? Die Schülerinnen der 9a geben an, Spaß an der Arbeit mit den Tablets zu haben. In fast allen Fächern sei das Tablet zum Einsatz gekommen, was sich durchaus positiv auf die Motivation ausgewirkt habe. Motiviert zeigten sich auch die Lehrer des Gymnasiums, die ihre Methodik umstellten, um die Tablets sinnvoll in ihren Unterricht einzubinden. Vielfältig waren demnach die Anwendungsbereiche: ob zur Internetrecherche oder zu Sprachaufnahmen, zur Verwendung von Lernprogrammen oder zum Erstellen von Mindmaps - die Tablets erwiesen sich offensichtlich als wahre Fundgrube für methodische Möglichkeiten.

Tablets im UnterrichtGibt es denn auch kritische Töne? Insgesamt habe die Technik gut funktioniert, nur das Internet sei manchmal etwas langsam gewesen, kritisieren einige Schülerinnen. Die meisten Lehrer sind der Meinung, dass das Tablet das herkömmliche Unterrichtsmaterial zwar nicht ersetzen könne, aber eine wertvolle und sinnvolle Ergänzung sei. Gerne hätten sie die Tablets noch etwas länger behalten und ausprobiert, da sind sich Lehrer und Schüler einig. Frau Wolff von der Agentur ProMedia zeigte sich auf jeden Fall begeistert von der Medienausstattung des Gymnasiums. Voll des Lobes war sie für das Engagement der Lehrerschaft, insbesondere von Netzwerkbetreuer Friedrich Ruff, der für den Klassenraum der 9a extra einen WLAN-Zugang einrichtete. Das Gymnasium am Rosenberg arbeitet seit mehreren Jahren fortlaufend daran, seine Räume nach und nach mit modernen Medien auszustatten und diese sinnvoll für den Unterricht zu nutzen. In diesem Rahmen war das Projekt eine tolle Möglichkeit, den Einsatz von Tablets im Unterricht auszuprobieren. Denn in noch etwas sind sich Lehrer und Schüler völlig einig: Sie würden gerne weiterhin von Zeit zu Zeit mit Tablets arbeiten.