Seit Montag besuchen 14 Jugendliche aus Thierville mit ihren Begleitlehrerinnen Michèle Richard und Martine Tylkowski ihre Oberndorfer Freunde, die sie im Rahmen des Schüleraustauschs zwischen dem Collège Saint-Exupéry und dem Gymnasium am Rosenberg kennen gelernt haben. Bereits vor den Osterferien waren die deutschen Schülerinnen und Schüler nach Thierville gereist, um Sprache und Kultur unseres Nachbarlandes besser kennen zu lernen. Jetzt ist es an den französischen Schülerinnen und Schülern, ihre Sprachkenntnisse unter Beweis zu stellen und die schwäbische Kultur zu erkunden.

Eine schöne Tradition im reichhaltigen Programm ist der Besuch im Oberndorfer Rathaus, wo sich Bürgermeister Hermann Acker auch in diesem Jahr viel Zeit für die Jugendlichen aus der Partnerstadt genommen hat. Bei Getränken und Butterbrezeln durfte die junge französische Delegation auf den Stühlen des Gemeinderats Platz nehmen und dem Bürgermeister Fragen über sein Amt und Oberndorf stellen, die dieser geduldig und gut gelaunt beantwortete.

In seiner Begrüßung betonte Hermann Acker, wie sehr ihm der Austausch der jungen Franzosen und Deutschen am Herzen liege, sei dies doch der Motor dafür, dass die Städtepartnerschaft zwischen Oberndorf und Thierville auch weiterhin gut funktioniere. Wichtig ist ihm auch, dass die Jugendlichen sich des europäischen Gedankens bewusst werden, der seit Jahrzehnten den Frieden zwischen beiden Ländern garantiere. Diesen Gedanken mit Leben zu füllen, sei Ziel und Aufgabe des Schüleraustauschs.

Deshalb stehen beim Austauschprogramm gemeinsame Erlebnisse der Jugendlichen aus beiden Ländern im Mittelpunkt: ein Besuch der Burg Hohenzollern stand bereits auf dem Programm, ebenso ein Ausflug an den Bodensee. Beim gemeinsamen Kegelabend wurde viel gelacht und auch ein Besuch im Erlebnisbad machte allen Beteiligten viel Spaß. Das Wochenende verbringen die französischen Jugendlichen in ihren Gastfamilien, bevor sie sich nach einem gemeinsamen Abschlussfrühstück am Montag wieder auf den Heimweg machen.