Wer hat die beste Kampagne? Welcher Spitzenkandidat bewahrt im hitzigen Schlagabtausch kühlen Kopf? Wer kann mit seinen politischen Positionen überzeugen und liefert die besten Argumente? 

TV-Debatten zwischen Spitzenpolitikern sind das mediale Großereignis eines jeden Wahlkampfes. Vor Hundertausenden oder gar einem Millionenpublikum können die Politiker politische Positionen beziehen, Argumente austauschen und versuchen, Wähler von ihren Standpunkten zu überzeugen. Zuschauern bietet die TV-Diskussion die Möglichkeit, Personen und Positionen direkt miteinander vergleichen zu können.

 Am Donnerstag, den 29.6.2017 hatten die Schülerinnen und Schüler des Neigungsfaches Gemeinschaftskunde die Gelegenheit einen ganzen Vormittag in die politische Bildung zu investieren. Zunächst traten die Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung gegen die Schüler des Neigungsfaches in einem Spiel an. Es galt möglichst viele Landeshauptstädte, deutsche PolitikerInnen, TV-ModeratorInnen und Parteien aufzuzählen. Wohingegen die Mitarbeiter der Landeszentrale sich im Bereich „Schminke“ und „Schlagersänger“ beweisen mussten. Die Schüler gewannen haushoch mit 80:20. Die Simulation einer TV-Debatte zur Bundestagswahl bildete den Kern des Vormittags. In einem Rollenspiel sollten die Schülerinnen und Schüler als Spitzenkandidaten der CDU, der SPD, der Linken, der FDP, Bündnis90/Die Grünen und der AfD ihre Positionen bestmöglich präsentieren und die Wähler „vor den Bildschirmen“ überzeugen. Schwerpunkte der Debatte waren die Bildungs- und die Flüchtlingspolitik. 
Dieses Format ermöglicht den Schülerinnen und Schülern in spielerischer Form die Parteipositionen zu jugendrelevanten Themenfeldern des Wahlkampfes zu vergleichen und unterschiedliche Argumente beurteilen zu lernen. Zum Abschluss des Vormittags wurde noch in das Thema Populismus eingeführt.
„Das war cool!“ befanden die Schülerinnen und Schüler und lobten vor allem die lockere Atmosphäre der Veranstaltung. Sie waren sich alle einig, dass sich der Vormittag gelohnt hat.