Eines der zentralen Merkmale von Staatlichkeit ist die Verteidigungsfähigkeit nach außen. In Deutschland nimmt diese Aufgabe die Bundeswehr wahr. Um mehr hierüber zu erfahren, besuchte die 10. Jahrgangsstufe des Gymnasiums am Rosenberg mit ihren Lehrern Rüdiger Christ und Dietmar Saier die Kaserne in Donaueschingen. Hier erhielten die Schüler ein umfassendes Informationsprogramm darüber, welche Aufgaben die Bundeswehr außer der Landesverteidigung hat: neben dem Katastrophenschutz Bündnisverpflichtungen innerhalb von NATO, UN oder EU. An praktischen Stationen gab es dann einen Einblick in Ausrüstung, Fahrzeuge und Bewaffnung, aber auch den Alltag in der Kaserne. Die Oberndorfer Schüler hatten viele Fragen, und die Soldaten gaben bereitwillig Auskunft, über persönliche Motive ihrer Berufswahl, über das Leben als Soldat, über den Einsatz im Ausland. Der Besuch artete gleichwohl nicht zu einer Werbeveranstaltung aus – die Bundeswehr präsentierte sich und ihre Aufgaben in einer der Komplexität und Kontroversität der Sache angemessenen Weise, und hierzu zählt nicht zuletzt, dass zum Leben eines Soldaten auch ein Kriegseinsatz und möglicherweise der Tod gehört. So lernten die Schüler aus erster Hand mehr, als sie aus Büchern im Klassenzimmer hätten mitnehmen können.