Vergangene Woche besuchten die beiden 9. Klassen des Gymnasiums am Rosenberg die Gedenkstätte Dachau. Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers bekamen die Schüler einen Eindruck davon, was es bedeutete, zur Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und eingesperrt zu werden.

Gründe gab es viele: viele der Häftlinge waren „Politische“, das heißt, sie hatten eine andere Überzeugung als die Nationalsozialisten. Aber auch Homosexuelle, Arbeitslose, Zeugen Jehovas und natürlich Juden wurden hier eingesperrt, weil sie nicht ins Bild der Nazis passten. Die Häftlinge in Dachau kamen aus ganz Europa, viele von ihnen aus Russland. Lagerhaft bedeutete nicht nur ein Leben in Unfreiheit. Es bedeutete auch Hunger, Schikane, Folter und Tod.

Am zweiten Tag besuchte die Schülergruppe die Denkstätte Weiße Rose in der Ludwig-Maximilians-Universität München und beschäftigten sich mit den Mitgliedern der Widerstandsgruppe. Die Denkstätte befindet sich am Lichthof der Uni, in dem Hans und Sophie Scholl vom damaligen Hausmeister der Uni erwischt wurden, als sie dort ihre Flugblätter verteilten. Die Todesurteile wurden noch am Tag der Gerichtsverhandlung vollstreckt. Im Lichthof finden Gedenkkonzerte statt und ein Denkmal wird regelmäßig von Studierenden mit frischen Blumen geschmückt.

Die Neuntklässler aus Oberndorf nehmen von den Erlebnissen bei dieser Fahrt starke Eindrücke mit nach Hause, die sie noch eine Weile beschäftigen werden und die im Geschichtsunterricht weiter aufgearbeitet werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bericht und Foto: Fr. Weber