Beeindruckt zeigten die jungen Fagottistinnen und Fagottisten der Trossinger Musikhochschule, als sie den Konzertraum der Klosterkirche in Oberndorf betraten. Und Beeindruckendes brachten Sie im Konzert der Fagottklasse von Prof. Akio Koyama dem Oberndorfer Publikum zu Gehör.
Passend zum barocken Ambiente des Konzertsaals eröffnete Maximilian Stelzer das Konzert mit der Allemande aus der Partita D-Moll von Johann Sebastian Bach. Die Resonanz des Raumes nutzend, hüllte er die Zuhörerschaft in lebendigen, fließenden Klang. Feine virtuose Läufe kennzeichneten seinen Vortrag weiterer Stücke von Carl Maria von Weber und Eugène Bozza.
Mit dem Konzert für Fagott von Carl Stamitz setzte Christoph Hohl das Programm fort. Klare Linien und perlende Läufe charakterisierten den Vortrag und trafen den Charakter des Werks aus der Mannheimer Schule. Die Cello-Suite G-Dur (BWV 1007), vorgetragen von Alena Kyjovska, war Ausgangspunkt des zweiten Teils nach der Pause. Perfekt intoniert, mit Tiefe und Ausdruckskraft gespielt, entführte die junge Musikerin die Zuhörer in die barocke Klangwelt. Scheinbar gegensätzlich, doch musikalisch in logischer Fortsetzung schloss sie die lebendig vorgetragene Sonate für Fagott von Paul Hindemith an und spannte so den Bogen vom Barock zur Moderne. Es folgte das Konzert für Fagott und Orchester in B-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart, vorgetragen von Yu Duan. Mit Virtuosität und Spielwitz zauberte er in lebendiger Kommunikation mit dem Klavierpart ein Lächeln auf die Gesichter der Zuschauer. Am Flügel begleitete Holger Dominik Spegg die Fagottklasse. Feinfühlig, flexibel und in perfekter Abstimmung mit den Solisten trug er wesentlich zum Konzertgenuss bei.
Janine Ruggaber, Oberstufenschülerin des Gymnasiums am Rosenberg, moderierte das Konzert, ergänzte die musikalischen Vorträge mit wesentlichen Informationen über Werke und Komponisten und schlug so Brücken zwischen den einzelnen Stücken.
Insgesamt war es ein sehr gelungener Konzertabend, der neue Möglichkeiten der Kooperation zwischen Schule und Hochschule aufzeigte, um so die kulturelle Bildung zu fördern.