Am Donnerstag und Freitag gab die Musical-AG des Gymnasiums am Rosenberg zwei hinreißende Aufführungen ihrer „Götterolympiade“ zum Besten. Mit spürbarer Begeisterung spielten und sangen die Mädchen und Jungen aus den Klassenstufen 5-8 ihr neues Stück, an dem sie mit ihrer Musiklehrerin Christine Haueisen seit Beginn des Schuljahres geprobt haben.
Dass wir Menschen alle unsere Talente haben, die aber höchst unterschiedlich verteilt sein können und uns damit alle individuell machen, ist die Kernaussage des unterhaltsamen Singspiels: Göttervater Zeus ruft einen Wettstreit unter seinen Kindern aus, die sich streiten, weil jeder von ihnen glaubt, der Beste zu sein. Er schickt sie nacheinander zu den Menschen, um zu sehen, was sie ihnen bringen können. Der Kriegsgott Ares macht die Menschen zwar stark, seine Kriege töten sie jedoch, Aphrodite bringt ihnen Schönheit, langweilt sie aber schnell. Athenes belehrende Vorträge überfordern die Menschen und der „Partygott“ Dionysos trinkt alle unter den Tisch. Selbst Apoll mit seinen Musen, der Favorit von Göttermutter Hera, scheitert daran, dass seine Kunst die Menschen zwar glücklich, aber nicht satt macht. So kommen die Eltern, unterstützt von Götterbote Hermes, am Ende zur Erkenntnis, dass nur alle zusammen wirklich die besten sind und den Menschen Zufriedenheit schenken können. „Dass das Ganze eben mehr ist als die Summe seiner Teile“, merkt Athene am Ende weise an und Aphrodite ist ganz überrascht, dass ein Mensch, der so schön ist wie sie, zugleich weise wie Athene sein kann. Dass auch die Schülerinnen und Schüler beim Singen und Schauspielern ganz neue Talente in sich entdeckt haben, davon zeigte sich Schulleiterin Heidrun Stritt in ihrer Ansprache überzeugt. Voll des Lobes war sie für die Arbeit ihrer Musiklehrer Christine Haueisen, Thomas Schneider (Klavierbegleitung) und Stefanie Flaig (Probenassistenz), sowie dem Bühnenbild von Kunstlehrerin Claudia Schmidt. Auf den Punkt brachte es Christine Haueisen mit ihrem Lob „Ich bin stolz auf euch“ am Ende der zweiten Aufführung. Damit drückte sie aus, was wohl das ganze Publikum dachte, als es die jungen Sängerinnen und Sänger mit viel Applaus verabschiedete.