Die beiden Schülerfirmen des Gymnasiums am Rosenberg beenden ihre Geschäftstätigkeiten in diesem Schuljahr mit Erfolg. Mit jeweils einer Hauptversammlung wurde das Geschäftsjahr abgeschlossen. Auf diesen Hauptversammlungen wurde dann den Aktionären, die mit ihrer Einlage das Funktionieren der Schülerfirmen erst möglich machen, das Resultat und damit der abschließende Aktienwert verkündet.

Voller Stolz präsentierte die Firma Yapremo ihren momentanen Aktienwert von 15,50 € (Ausgangswert: 10 €). Sie ist damit eine der erfolgreichsten Schülerfirmen in der Geschichte des Gymnasiums. Die Firma bedruckte T-Shirts und machte ihren Gewinn vor allem mit einem letzten Großauftrag, dem Herstellen von T-Shirts für die Studienfahrt der Zehntklässler des Gymnasiums. Die Schülerinnen und Schüler haben viel Zeit und Arbeit investiert und vor allem dafür, dass es sich hier um eine Firma handelt, die schlussendlich von sechs Schülerinnen und Schülern getragen wurde, ist das eine sehr beachtliche Leistung. Die Aktionäre beschlossen auf der Hauptversammlung den Gewinn zu spenden. Ein Teil geht an an Gymnasium und wird dort für das neue Schülercafé verwendet, der zweite Teil geht an die Stiftung Heiligenbronn und die Stiftung Lebenshilfe, die jeweils 300 € erhalten.

Die Firma MeGar hatte sich dem hauptsächlich dem Verkauf von Tassen verschrieben. So wurden Tassen „umstrickt“, dafür wurden sogar freie Mitarbeiterinnen im Altersheim gewonnen, es wurden Haar- und Armbänder hergestellt und sonstige Kleinigkeiten zur Dekoration. Diese Dinge sollen vor allem auf den verschiedenen Weihnachtsmärkten in der Region vertrieben werden. Die Schülerinnen und Schüler mussten feststellen, dass ihre Ideen gut sind, die meisten Leute jedoch der Meinung waren, dass sie so etwas selbst herstellen können. Aus diesem Grund hat diese Firma keinen Gewinn erzielt, konnte ihren Aktienwert jedoch stabil bei 10 € halten. Auch hier wurde beschlossen, das Firmenkapital zu spenden. Von einem Teil des Geldes wird eine Outdoor-Spielekiste für das Gymnasium bestückt (Frisbee-Scheiben, Fußballtore, Tischtennisschläger etc.) und der andere Teil geht ebenfalls an eine gemeinnützige Organisation.

Das Projekt Schülerfirma wird seit einigen Jahren am Gymnasium am Rosenberg im Rahmen des Neigungsfaches Wirtschaft durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler gründen für die Dauer eines Jahres eine Firma und sie müssen im Rahmen dieser Firma ein Produkt vertreiben oder eine Dienstleistung anbieten. Dabei gibt es verschiedene Abteilungen, die sich den verschiedenen Aufgaben widmen, die in einem solchen Unternehmen anfallen: einen Vorstand, zuständig für die Planung und die Arbeitseinteilung, eine Marketingabteilung, die sich vor allem um die Werbung kümmert, eine Verwaltungsabteilung, die die Stundenzettel verwaltet und ein Protokoll der wöchentlich stattfindenden Sitzungen anfertigt, eine Finanzabteilung, die das Konto verwaltet und die Rechnungen bezahlt und die Produktionsabteilung, die Produkte entwirft und sich um die Rohstoffe kümmert. Begleitet wird dieses Projekt durch JUNIOR, einer gemeinnützigen GmbH, die die ökonomische und finanzielle Bildung fördern möchte. Die IW JUNIOR GmbH ist Teil des Verbundes des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Die Schülerinnen und Schüler lernen bei diesem Projekt sehr realitätsnah, wie ein Betrieb funktioniert und „nebenbei“ Softskills, wie zum Beispiel Eigeninitiative, Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit und vorausschauendes Denken und Planen. Zum Abschluss wollen sich die Schülerfirmen jeweils noch ein Firmenessen gönnen, um das vergangene, arbeitsreiche Jahr stimmungsvoll ausklingen zu lassen.